Godzilla Bändigen – Fahrbericht Nissan GT-R (R35)

Godzilla ist ein riesiges Monster, dass Städte zerstört, überall Chaos verursacht und Angst und Schrecken verbreitet. Überall gefürchtet, hat sich das aus Japan stammende Monster weltweit einen Namen gemacht.

Ähnlich ist es beim Nissan Skyline GT-R. Die großen Sportwagenhersteller haben großen Respekt vor der Performance die dieses Geschoss auf die Straße bringt und das Auto ist für alle Liebhaber immer ein Hingucker.

Hier ein Fahrbericht des Vorfacelift Modells aus 2014.
Bevor wir uns an das Fahrzeug wagen, hier die beeindruckenden Technischen Daten:

Viel Leistung und eine unglaubliche Beschleunigung bei einem Leergewicht von 1,8 Tonnen!

Reinrassiger Sportwagen

Der Nissan GT-R ist Sportwagen durch und durch. Die Linienführung, ein großer Spoiler auf dem Kofferraumdeckel und Auspuffendrohre bei denen die ganze Faust problemlos reinpasst, zeigen wie ernst er es meint.

Beim Anfahren beginnt es schon: Klappern und Knacken lassen den Nissan GT-R für jemanden, der es nicht kennt kaputt klingen, aber: das muss so! Wie im Rennwagen hört man im Innenraum wirklich alle mechanischen Geräusche, die so ein Auto machen kann. Selbst der Gangwechsel hört sich fast an wie beim Schalter.

Die Schalensitze umfassen einen schön und lassen dich beim sportlichen Fahren nicht hin und her rutschen. Dazu sehen sie richtig schön nach racecar aus. Was nicht so wirklich sportlich ist, ist die Sitzhöhe. Verglichen mit anderen Sportwägen sitzt man im GT-R, meiner Meinung nach, viel zu hoch.

Sehen gut aus und erfüllen ihren Zweck

Hart, Härter, GT-R Fahrwerk

Es gibt zwar schöne Schalter die man im Innenraum umschalten kann und die sollen theoretisch auch das Fahrwerk zwischen „Normal“, „Comfort“ und „Race“ umstellen. In der Praxis fühlt es sich nach „Hart“, „Hart“ und Härter“ an. Der Nissan GT-R ist bockhart und auf langen Strecken auch nicht der bequemste, jede Bodenwelle wird richtig erlebt und Schlaglöcher sind der Erzfeind. Schlimm? Überhaupt nicht.

Racemode

Schaltet man alle Parameter auf „R“ kann der Spaß so richtig losgehen. Das Ansprechverhalten wird etwas besser, das harte Fahrwerk wird etwas härter und das ESP regelt nur noch spät oder man schaltet es nach Wunsch ganz aus. Das schnelle Getriebe auf „M“ zu schalten sollte man auch nicht vergessen, sonst macht’s nur halb so viel Spaß. Auf der Geraden lässt der GT-R selbst einen Porsche 911 Turbo S langsam aussehen, obwohl dieser leichter ist und mehr Leistung hat als der Nissan GT-R. Um ehrlich zu sein, macht er einem auch etwas Angst wenn man diese Art von Beschleunigung nicht kennt. Der Adrenalinrausch ist dafür umso krasser. Krass ist auch das Turboloch – erst ab ca. 3.000 U/min geht es mit dem Boost los. Dann aber richtig. Bei 5.000 U/min kommt dann der zweite Punch und schiebt nochmal richtig an bevor der Begrenzer kommt. Unbeschreiblich.

Schnell und agil

Der variable Allradantrieb ist unglaublich: Beim Launch gibt es unendlich viel Traktion, in den Kurven ist er agil wie ein Hecktriebler und verliert gefühlt nie Grip. Das liegt daran, dass er maximal 50% der Kraft an die Vorderräder überträgt und bis zu 100% der Kraft an die Hinterachse.
Das macht den Nissan GT-R zu einem Drag-Monster aber auch zu einem Kurvenjäger und bedeutet für den Fahrer: Spaß ohne Ende, schöne Powerslides und Drifts.

Gran Tourismo

Vollvariabler Bildschirm

Dem Fahrer eines Nissan GT-R´s stehen so viele Informationen zur Verfügung, dass die NSA schon fast neidisch wird: Lade-, Öl- und Getriebeöldruck sind Infos, die viele Autos liefern. Sachen wie zum Beispiel wie viel Gas du gerade gibst, wie stark du bremst, ob du gerade mit Allrad- oder Heckantrieb fährst sind Dinge die man eigentlich nur aus Spielen wie Gran Tourismo kennt.
Das liegt daran, dass „Polyphony Digital“ für das Navi des GT-R verantwortlich ist. Die sind nämlich die Entwickler für Gran Tourismo.
Für den Alltag sind das alles Infos, die man nicht unbedingt braucht, aber eben diese können auf der Rennstrecke sehr wichtig sein.
Apropos Navi, dieses ist eher schlecht. Es ist langsam, die Bedienung ist nicht mehr Zeitgemäß und die Nutzung machte mich irgendwie aggressiv. Aber das ist nur eine Kleinigkeit bei einem Auto wie diesem.

Ist doch nur ein Nissan

Das müssen sich wahrscheinlich viele GT-R Fahrer anhören von Unwissenden. Die Leute die das behaupteten, wurden schnell von mir eines besseren belehrt, nachdem sie eine Runde mitfahren durften, denn die Performance ist einzigartig.
Aber irgendwie haben Sie ja recht, denn die Verarbeitung spricht nicht für 100.000€, sondern eher für Nissan Qashqai. Naja, ist ja auch nur ein Nissan…

Wir treffen uns an der Tanke

…ist etwas was du oft sagst, wenn du Nissan GT-R fährst. Natürlich ist der GT-R mit 1,8 Tonnen und 550 PS kein Verbrauchswunder, aber der Verbrauch ist beim sportlichen Fahren wirklich enorm. Nach ca. 120 Kilometern waren 3/4 der Tankanzeige futsch. Da muss man natürlich nachtanken, wenn man nicht gleich stehenbleiben möchte. Dazu muss man sagen, dass der Tank eine Größe von 74 Litern umfasst.
Ich weiß auch nicht, was ich da getan habe…

Mach mal Sound

Dicke Auspuffendrohre

Kaum ist man an der Ampel oder steht irgendwo, wollen die männlichen Kollegen Sound hören. Ist auch verständlich, wenn man die ganzen Soundvideos vom GT-R kennt, bei denen er Flammen spuckt.
Motor an, Tritt aufs Gaspedal – verdutzte Gesichter. Nicht weil der Sound so gut ist – ganz im Gegenteil – er hört sich mit der Serienauspuffanlage eher an wie – ich zitiere JP – „ein fauchendes Kätzchen“. Leider werden die 550 PS nicht akustisch untermalt, das ist ziemlich enttäuschend.

Fazit

Der Nissan GT-R ist ein unglaublich schnelles, spaßiges Auto mit einem Charme den kein anderes Auto versprüht. Er ist schneller als ein Porsche 911 Turbo S, kostet halb so viel und macht mindestens so viel Spaß wie einer.
Der GT-R ist ein echter Rennwagen für die Straße bei dem man Kompromisse bei Multimedia, Verbrauch und leider auch beim Sound machen muss. Leider auch beim Führerschein, wenn man nicht ein Mönch ist der sich in Selbstbeherrschung geübt hat.

 

Wenn du auch mal in den Genuss kommen möchtest den Nissan GT-R zu fahren, dann kann ich dir nur empfehlen, zu Unique Rent aus München zu gehen! Einfache Anmietung, super sympathischer Geschäftsführer und ein Erlebnis, welches du so nicht nochmal erfahren wirst!

An dieser Stelle nochmals Dankeschön für die Bereitstellung des Fahrzeugs an Unique Rent!

Hier mein CarPorn zum Nissan GT-R:

 

 

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